FIFA WM 1934 alles Wissenswerte auf einen Blick – Sieger, Teams, Statistiken & mehr

Die FIFA Weltmeisterschaft wurde im Jahr 1934 in Italien ausgetragen. Es traten insgesamt 16 Mannschaften gegeneinander an, die ihre jeweiligen Nationen repräsentierten. Darunter waren 12 Europäische Mannschaften, eine aus Afrika und drei aus Amerika. Abgehalten wurde das große Fußballereignis 15 Tage lang von Ende Mai bis Anfang Juni. Im Entscheidungskampf wurde die Tschechoslowakei von der Gastgebermannschaft Italien geschlagen. Dabei handelte es sich gerade mal um die zweite Ausspielung der Fußballweltmeisterschaft.

Mit den teilnehmenden Mannschaften des Eröffnungsturniers in Uruguay vier Jahre zuvor, die auf Einladungsbasis stattfanden, war dies das erste Turnier seiner Art, dem ein Qualifikationsprozess vorausging.




Die teilnehmenden Mannschaften der Endrunde der WM im Jahre 1934

Alle teilnehmenden Nationen haben sich ihre Teilnahme am Turnier verdient, nachdem sie eine Qualifikationsrunde mit 32 Nationen absolviert hatten. Da es sich um die erste Fußball-Weltmeisterschaft in Europa handelte, dem Kontinent, auf dem Fußball geboren wurde, vergab man einen Großteil der Plätze an europäische Mannschaften. Mit dabei waren Ungarn, Schweden, Österreich, Spanien, Deutschland, die Tschechoslowakei, Rumänien, Frankreich, Belgien, die Niederlande und die Schweiz. Selbst die Gastgebernation blieb von den Schwierigkeiten der Qualifikationsrunden nicht verschont, da sich die italienische Nationalmannschaft ihren Einzug in die Gruppenphase sichern musste.

Ägypten war der einzige afrikanische Vertreter, während Argentinien und Brasilien ohne Qualifikationsspiele nach Rückzügen anderer südamerikanischer Ländern zum Turnier kamen. Die USA sicherten sich einige Tage vor Anpfiff des Turniers den letzten Platz, der für Mannschaften aus Amerika reserviert war. Von den 16 Mannschaften wurden acht gesetzt und konnten sich erst ab der zweiten Runde begegnen. Alle Mannschaften außerhalb Europas waren bis zum Ende der ersten Runde aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Die starken südamerikanischen Mannschaften wie Argentinien, die man als Herausforderung gegen die europäischen Nationen erwartete, waren mit schwachen Mannschaften ins Turnier gekommen. In der zweiten Runde erlitten Spanien, Ungarn, die Schweiz und Schweden eine Niederlage gegen Italien, Österreich, die Tschechoslowakei und Deutschland. Deutschland und Österreich schieden in der vorletzten Etappe aus, sodass Italien und die Tschechoslowakei das Finale bestreiten mussten.

Sweden Sweden
Argentina Argentina
3-2
27 Mai 1934
Austria Austria
France France
3-2
(AET)
27 Mai 1934
Germany Germany
Belgium Belgium
5-2
27 Mai 1934
Spain Spain
Brazil Brazil
3-1
27 Mai 1934
Hungary Hungary
Egypt Egypt
4-2
27 Mai 1934
Switzerland Switzerland
Netherlands Netherlands
3-2
27 Mai 1934
Italy Italy
United States United States
7-1
27 Mai 1934
Czechoslovakia (-1992) Czechoslovakia (-1992)
Romania Romania
2-1
27 Mai 1934

Sieger der Fußballweltmeisterschaft

Das Gastgeberland, Italien, gewann 1934 die FIFA-Weltmeisterschaft, nachdem es die entschlossene tschechoslowakischen Mannschaft mit 2:1 in einem Spiel im Stadio Nazionale PNF in Rom geschlagen hatte. Im Halbfinale sorgten drei Treffer von Tschechiens Nationalstürmer Nejedly dafür, dass die starke deutsche Mannschaft abservierten, während Italien in einem hart umkämpften Spiel knapp mit 1:0 gegen Österreich gewann. Vor dem Anpfiff wurde das Endspiel schon als knappes Spiel angepriesen, da sich die tschechischen Spieler eine vorzügliche Spielweise angeeignet hatten, mit der sie den wilden Angriffen Italiens hätten entgegenwirken können. Die Frontaufstellung bestand aus dem legendären Guisseppe Meazza und seiner Truppe. Ebenfalls stand die Heimmannschaft unter der Leitung von Vittorio Pozzo, einem der angesehensten Fußballmanager der damaligen Zeit.

Nach einer kargen ersten Halbzeit erzielten die Tschechoslowaken dank Antonin Puc nach weniger als 20 Minuten regulärer Spielzeit das erste Tor. Ein Ausgleichstreffer von Raimundo Orsi in der 81. Minute brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Mit dem heimischen Publikum hinter sich, versenkte Star-Spieler Angelo Schiavio seine osteuropäischen Rivalen mit einem Tor in der Verlängerung (95. Minute) und brachte damit Italien in Führung, die sich schließlich den Titel holten. Die Heimmannschaft wurde an jenem Tag vor einer großen Zuschauermenge mit rund 55.000 Teilnehmern, mit der Jules-Rimet-Trophäe ausgezeichnet.

Ergebnis aus dem Finale

Italy Italy
Czechoslovakia (-1992) Czechoslovakia (-1992)
2-1
(AET)
10 Juni 1934

Die Geschichte der Fußballweltmeisterschaft 1934

Weltmeisterschaft 1934 

Bei der Auswahl des Austragungsortes für die Fußballweltmeisterschaft 1934 wurden acht Konferenzen abgehalten. Der FIFA-Exekutivrat entschied sich 1932 anlässlich des letzten Treffens in Stockholm für Italien statt für Schweden. Da das Gastgeberland unter die faschistische Herrschaft von Benito Mussolini fiel, wollte die Regierung das Turnier als Plattform nutzen ihre Ideologien als progressiv darzustellen. Sie stellten deshalb sicher, dass die Funktionäre ein makelloses Spektakel organisierten. Rom, die Gastgeberstadt, prahlte mit den schönen Veranstaltungsorten und auch die Gastgeber enttäuschten von Anfang an in keinster Weise; als sie die USA mit 7: 1 bejubelten, um ihre Aufgabe stilvoll anzugehen.

Die Gewinner des Eröffnungsspiels, Uruguay, haben sich aus dem Wettbewerb zurückgezogen, nachdem die meisten europäischen Länder beschlossen hatten, nicht an der Veranstaltung von 1930 teilzunehmen, die in der südamerikanischen Nation abgehalten wurde. Britische Mannschaften – England, Wales, Schottland und Nordirland – scheiterten ebenfalls daran teilzunehmen, da ihre jeweiligen Fußballverbände zu dieser Zeit am Scheideweg mit der FIFA standen.

Bei diesem Turnier wurden einige FIFA-Regeländerungen eingeführt, darunter die Abschaffung von Gruppenphasen (die beim vorherigen Turnier genutzt wurden) zugunsten von K.O. Runden. Außerdem sollte es in Situationen, in denen die Teams nach 90 Minuten Regelzeit immer noch gleichgezogen wurden, zusätzliche Zeit geben. Andere neue Bestimmungen beinhalteten Spielwiederholungen an den folgenden Tagen in Fällen, in denen die Mannschaften auch nach der Verlängerung noch unentschieden standen. Die Gastgeber mussten sich in der zweiten K.O. Phase an die letztgenannte Regel halten, da sie in der Nachspielzeit 1:1 gegen Spanien endeten.

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